Neue Rubrik „Mediation“

weiße Hibiskusblüte

Seit Herbst 2019 mache ich eine Mediationsausbildung! In diesem Beitrag erzähle ich euch warum, was Mediation überhaupt ist und was das alles mit meinem Blog zu tun hat :-).

Zwischenmenschliche Kommunikation interessiert mich schon lange, vor allem wie man lernen kann sich besser zu verständigen und dadurch Konflikte zu vermeiden oder wenn sie auftreten sie konstruktiv zu lösen. Zum ersten Mal bin ich in der Schule, so mit 14, 15, mit Mediation in Berührung gekommen. Es wurde damals für ein paar SchülerInnen eine Mediationsausbildung angeboten. Die Ausbildung hat mich damals bereits schon interessiert, aber noch nicht genug um mich dafür zu melden. Später, in meinem kommunikationswissenschaftlichem Studium, haben wir neben PR, Journalistik, Audiovisuelle Medien und Medienökonomie, auch Apskete der interpersonellen Kommunikation behandelt: Das Vier-Ohren-Modell von Friedrich Schulz von Thun zum Beispiel, Mediation oder Basics zum erfolgreichen Verhandeln und Argumentieren. Eine meiner Bachelor-Arbeiten habe ich zur Gewaltfreien Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg geschrieben. Mediation ist mir auch nach meinem Studium im Hinterkopf geblieben. Letzen Herbst war es dann soweit: Ich habe mich dazu entschlossen eine Ausbildung zur Mediatorin zu beginnen.

Was ist aber nun eigentlich Mediation?

Eine Mediatorin, ein Mediator unterstützt zwei oder mehr Konfliktparteien dabei, gemeinsam außergerichtlich eine Lösung für ihren Konflikt zu finden. In dem Prozess geht es darum herauszufinden, welche Interessen und Bedürfnisse denn hinter den unterschiedlichen Positionen der Konfliktpartner stehen und gemeinsam auf einen grünen Zweig für eine Lösung zu kommen. Angestrebt wird immer eine Win-Win-Lösung, also eine Lösung, mit der beide Parteien gut leben können. Die Mediatorin tritt dabei als neutrale Vermittlerin auf. Freiwilligkeit und Eigenverantwortung der Konfliktparteien sind ebenfalls wesentliche Prinzipien der Mediation.

Mediation kann in vielen verschiedenen Bereichen angewandt werden: in Unternehmen, der Familie, bei Scheidungen und Trennungen, in Wohn-Siedlungen oder bei Bauprojekten. Es können nur 2 Personen vom Konflikt betroffen sein oder auch mehrere Personen und sogar mit Großgruppen können Mediationen durchgeführt werden.

Für meine Mediationsausbildung habe ich mich für das WIFI Wien als Lehrinstitut entschieden. Das erste Jahr schließt man mit einem Diplom zur Konfliktmanagerin ab. Das zweite Jahr ist der Aufbaulehrgang zur Mediatorin. Aktuell bin ich (leicht verzögert durch die aktuelle Coronasituation) im ersten Ausbildungsjahr. In der Ausbildung machen wir sehr viele Übungen, die dazu anregen das eigene Kommunikations- und Konfliktverhalten zu reflektieren. Weil ich aus der Ausbildung viele Anregungen für mein privates Leben mitnehmen kann, möchte ich einige dieser Gedanken und Werkzeuge sowie meine Erfahrungen damit auf meinem Blog mit euch teilen. Gelingende, wertschätzende Kommunikation und die erfolgreiche Lösung von Konflikten haben schließlich viel mit einem neuen Miteinander, wie ich es mir wünsche, zu tun. Deshalb gibt es jetzt auch die neue Rubrik „Mediation“ unter der ihr künftig alle Artikel zu Kommunikation, Konflikt und natürlich Mediation finden werdet.

Jetzt würde mich interessieren: Habt ihr schonmal eine Mediation in Anspruch genommen? Und wenn ja, welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

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