Buchtipp: Die Revolution der Arbeitswelt

Buch: Starting a revolution

Buchtipp: Die Revolution der Arbeitswelt Die einen landen im Burnout, den anderen ist langweilig und haben das Gefühl ihre Fähigkeiten nicht voll auszuschöpfen – vielen ist bewusst, dass sich endlich etwas ändern muss in der Arbeitswelt. Wir suchen Jobs mit Sinn, die zu unseren Lebensentwürfen passen, wo wir uns einbringen können, gehört werden und mitgestalten können. Allen, die sich hier wiederfinden, könnte dieses Buch ein paar spannende Anregungen geben! „Starting a revolution. Was wir von Unternehmerinnen über die Zukunft der Arbeitswelt lernen können“ Ich bin über eine Bekannte auf das Buch aufmerksam geworden, sie hatte es in einem Messenger-Gruppenchat gepostet. Auch wenn ich als Angestellte nicht zur primären Zielgruppe des Buches gehöre, mit diesem Titel – Revolution & ein Fokus auf Frauen, die ein Unternehmen erfolgreich gegründet hatten – hatte ich sofort angebissen und das Buch wanderte auf meine Weihnachtswunschliste. Worum es geht In „Starting a revolution“ geht es darum, wie wir eine nachhaltigere, gerechtere und freudvollere Arbeitswelt – sowohl für Arbeitgeber:innen als auch Arbeitnehmer:innen – möglich machen können. Dazu erzählen die beiden Autorinnen Lisa Jaspers und Naomi Ryland sowohl von ihren persönlichen Berufserfahrungen als Gründerinnen, als auch von denen anderer Unternehmerinnen, die in der Businesswelt ihren eigenen Weg gegangen sind. „Starting a revolution“ besteht aus einem Vorwort, 8 Kapiteln, einem FAQ, Dankesworten und Endnotes. Im Vorwort erklären die Autorinnen,welche Herausforderungen ihnen im Gründerinnendasein begegneten und was sie dazu bewogen hat, dieses Buch zu schreiben. Lisa Jaspers hat Folkdays gegründet, Shops mit Fairtrade-Fashion, und Naomi Ryland tbd, eine Karriereplattform für Menschen die Jobs mit Sinn suchen. Die acht Kapitel behandeln Themen wie Veränderungen in der Arbeitswelt (Stichwort „new work“), verschiedene Führungsstile, unterschiedliche Organisationsstrukturen, Arbeitskultur im Büro, Rekrutierungsprozesse und Finanzierungen von Start-ups. Das Kernstück des Buches ist das zweite Kapitel, in dem acht ausgewählte Unternehmerinnen vorgestellt werden, die ihren eigenen Weg in ihrem Unternehmerinnendasein gehen. So zum Beispiel Anna Yona, die Wildling Shoes gegründet hat und ohne Investor:innen und ohne gemeinsames Büro, aber mit mittlerweile über 100 Mitarbeiter:innen ihr Unternehmen profitabel führt. In den weiteren Kapiteln wird immer wieder auf die Erfahrungen der Unternehmerinnen und die Besonderheiten ihrer Unternehmen Bezug genommen. In eigenen Info-Kästchen unter der Rubrik „Kurz und gut“ werden einzelne Werkzeuge oder Konzepte anderer Autor:innen, wie zum Beispiel die Gewaltfreie Kommunikation oder das Buch „New Work“ von Frederic Laloux, kurz als Gedankenanstoß erklärt. Wie ich es fand Die ersten 100 Seiten habe ich in einem Tag verschlungen. Das liegt einerseits daran, dass das Buch sehr leicht zu lesen und einfach geschrieben ist und mich andererseits die persönlichen Geschichten der Unternehmerinnen sehr gefesselt haben. Nach der ersten Hälfte hat der Sog des Buches ein wenig nachgelassen. Das liegt sicher auch an den Themen, wie zum Beispiel Finanzierungen für Startups, die für mich einfach weniger relevant waren. Dennoch war es interessant, in diesen Aspekt Einblick zu bekommen. Die zwei Autorinnen berichten sehr ehrlich von ihren Herausforderungen und ich fand die persönlichen Geschichten der Gründerinnen am spannendsten. Im Buch werden auch andere Firmen und Entwicklungen erwähnt, die Aussagen werden stets durch Studien und Literaturhinweise belegt. Die sieben Gründerinnen – oder Revolutionärinnen, wie sie im Buch genannt werden – aus Kapitel 2 werden meinem Eindruck nach im Verlauf des Buches nicht in gleichem Ausmaß behandelt. Deshalb konnte ich mich leider am Ende des Buches nicht mehr an alle gleichermaßen erinnern. Am meisten beeindruckt hat mich die Biographie von Stephanie Shirley. Ich war erstaunt, noch nie von ihr gehört zu haben, obwohl sie eine absolute Pionierin in den 1960ern war. Sie hatte sich mit ihrer eigenen Software-Firma in Großbritannien selbstständig gemacht, stellte zunächst gezielt Frauen ein, erlaubte ihnen von zu Hause aus zu arbeiten und gab ihren Mitarbeiter:innen Anteile an der Firma. Durch den Verkauf ihrer Firma 2007 wurde sie zur drittreichsten Frau Großbrittaniens. Das Buch gibt einen guten Überblick, wie Arbeit zukünftig gestaltet werden könnte, auch wenn man nicht aus der Startup-Branche kommt. Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass die „Kurz und Gut“ Abschnitte mehr in die Tiefe gehen. Das Buch macht definitiv Lust, tiefer in manche Themen einzutauchen. Auf meiner Leseliste stehen nun zum Beispiel die Biographie von Stephanie Shirley und Frederic Laloux’s Buch zu New Work.  So wie sich die Autorinnen und einige der Unternehmerinnen im Buch die Arbeitswelt vorstellen oder sie schon leben – mit Feedback, Visionen und Emotionen – ist es ein sehr viel persönlicheres Arbeitsumfeld. Es bietet dadurch mehr Potential für das persönliche Wachstum bietet. Ich denke nicht alle Menschen sind für ein derart persönliches Arbeitsumfeld bereit. Nicht jede:r möchte die Trennung von beruflichem und privatem „Ich“ so stark auflösen. Auch bei mir in der Arbeit stellt sich gerade die Frage – natürlich beschleunigt durch die Corona-Pandemie – wie wir denn in Zukunft zusammenarbeiten wollen und werden. Es gibt zwar nicht so einen großen Spielraum, wie bei den vorgestellten Unternehmerinnen, aber einige Gedanken zu New Work – vor allem in Bezug auf Homeoffice – waren mir schon ein Begriff. Arbeitsbedingungen werden zunehmend flexibler gestaltet und sofern möglich mehr an die Lebensbedingungen der Mitarbeiter:innen angepasst. Für wen ist das Buch interessant Natürlich für Gründer:innen, die neue Wege abseits von der ausgetretenen und überfüllten Pfade gehen wollen und wo es nicht nur darum geht, das nächste Einhorn zu werden. Für Führungskräfte, aber auch für Menschen, die sich mit New Work beschäftigen oder sich gerne von persönlichen Geschichten von Pionierinnen inspirieren lassen möchten. Fazit Klare Leseempfehlung! Inspirierend und macht neugierig auf mehr Input zu diesem Thema. Auch für Männer geeignet 😉Deutscher Titel: Starting a revolution. Was wir von Unternehmerinnen über die Zukunft der Arbeitswelt lernen können Berlin 2020, Econ Verlag (Ullstein Buchverlage GmbH)Autorinnen: Naomi Ryland / Lisa JaspersHerausgeber: Econ; 1. Edition (31. August 2020)Sprache: DeutschBroschiert: 208 SeitenISBN-10: 343021033XISBN-13: 978-3430210331Originaltitel: Starting a revolution. What we can learn from female entrepreneurs about the future of businessGenre: Business Ratgeber für RevolutionärInnenIllustrator: Thulani Yose-SimantovÜbersetzerin: aus dem Englischen von Violeta Topalova WER SCHREIBT? Hallo, ich bin Sarah. Mein großer Wunsch ist es durch meine Arbeit als Mediatorin zu einer friedlicheren Welt mit größerem gegenseitigen Verständnis und Mitgefühl beizutragen. Konflikte können uns viel Kraft, Energie, Seelenfrieden

Die Kraft der Worte – 3 Anregungen für einen achtsameren Umgang mit deinen Worten

violette Blume

Die Kraft der Worte – 3 Anregungen für einen achtsameren Umgang mit deinen Worten Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte.Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Taten.Achte auf deine Handlungen, denn sie werden deine Gewohnheiten.Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal. (Englische Fassung von Charles Reade, Ursprung möglicherweise chin. Sprichwort) Dieser Blogbeitrag ist eine Einladung, das was du zu dir selbst und anderen sagst genauer unter die Lupe zu nehmen. Unsere Wortwahl sagt viel über uns aus, verrät wo wir aufgewachsen sind und oft auch ohne, dass wir es bewusst mitteilen wollen, unsere Einstellung zur Welt. Umgekehrt beeinflussen unsere Worte auch unsere eigene Stimmung und unsere Gefühle. Worte können uns Mut machen, verletzen, berühren, inspirieren und einfach das ganze Gefühlsspektrum in uns auslösen. Auch wenn wir uns grundsätzlich dessen bewusst sind, gibt es viele Formulierungen und Floskeln, die wir verwenden ohne näher darüber nachgedacht zu haben. In diesem Artikel möchte ich dir drei Anregungen geben, um deine eigene Wortwahl zu beobachten und achtsamer damit umzugehen.  1. Sprich nicht schlecht von Leuten, die du gern hast – und dazu gehörst auch du selbst 🙂 Trottel, Idiot, Depp – mit unseren Freunden würde wir (im Normalfall) so nie reden, aber uns selbst werfen wir diese Schimpfwörter doch ab und zu an den Kopf. Warum eigentlich? Wenn wir von anderen nicht so beschimpft werden wollen, warum machen wir es dann bei uns selbst? Auf Instagram habe ich dazu einen guten Satz gelesen, der in etwa so ging: „Würdest du jemanden in deiner Nähe behalten, der so mit dir spricht, wie du mit dir selbst gesprochen hast?“ Eine Begebenheit, die mir in dem Zusammengang in Erinnerung geblieben ist, war folgende: Ich sprach mit zwei Freundinnen über Dinge die uns aktuell in unserem Leben beschäftigen und eine von ihnen hat etwas erzählt, das in letzter Zeit nicht gut gelaufen war und wo ihr nun klar geworden war, dass es ihre Verantwortung war. Ihre Schlußfolgerung war: „Ich bin so ein Trottel!“ Die andere Freundin entgegnete darauf: „Ich mag es nicht, wenn du über Leute, die ich gern habe, schlecht sprichst.“ Das hat auch mich zum Nachdenken gebracht: Wenn wir über andere Leute nicht schlecht reden wollen oder sollten, warum reden wir dann mit uns selbst oft so unfreundlich? Beobachte doch mal deinen eigenen inneren Dialog und hör dir zu wie du mit dir selbst sprichst, wenn du nicht zufrieden mit dir bist. 2. Abrüsten, auch in der Sprache In unserer Alltagssprache stecken viele kriegerische Redewendungen und Ausdrücke. Von meiner ehemaligen Chefin, der lieben Ursula Soukup, habe ich das erste Mal vom Abrüsten in der Sprache gehört. Seitdem achte ich darauf, wie viele kriegerische und auch gewalttätige Ausdrücke wir ganz selbstverständlich täglich verwenden: Wir machen Schlachtpläne, greifen an, lassen eine Bombe platzen, müssen stärkere Geschütze auffahren oder haben ein Attentat auf jemanden vor. Wenn wir aber in einer Welt leben wollen, die friedlicher wird, können wir dann nicht auch unseren Beitrag in der Sprache leisten? 3. Musst du oder willst du? „Müssen tu ich nur sterben!“, hat schon meine Tante als kleines Kind meiner Oma erklärt. Obwohl ich diese Geschichte schon früh gehört habe, verwende auch ich noch die Formulierung „Ich muss noch dieses und jenes tun.“ Aber muss ich wirklich? Oder will ich? Wenn man davon spricht etwas tun zu müssen, klingt es nach einer Anordnung, bei der man selbst keine Wahl hat. Oft haben wir gegen Befehle und Anordnungen von Außen einen Widerwillen und tun es weniger gern. Wenn es unsere eigene freie Entscheidung ist etwas zu tun, fällt es uns oft leichter und wir machen es lieber. Außerdem übernehmen wir so selbst die Verantwortung, dass wir uns entschieden haben dieses oder jenes zu tun und macht uns bewusst, dass wir eine Wahl haben. Deshalb versuche ich das Wort „müssen“ so wenig wie möglich zu verwenden. Stattdessen verwende ich z.B. „wollen“ oder versuche den Satz gleich aktiv (zB. „Ich gehe morgen um 8 ins Büro“ anstatt „Ich muss morgen schon um 8 ins Büro“) zu formulieren.   Kennst du weitere Beispiele, wo wir unachtsam mit Sprache umgehen? Ich freu mich über deine Gedanken dazu in den Kommentaren! Wenn du weitere Anregungen erhalten möchtest, kann ich dir die Karten von Mechthild R. von Scheurl-Defersdorf „Die Kraft der Sprache – 80 Karten für den alltäglichen Sprachgebrauch“ empfehlen. WER SCHREIBT? Hallo, ich bin Sarah. Mein großer Wunsch ist es durch meine Arbeit als Mediatorin zu einer friedlicheren Welt mit größerem gegenseitigen Verständnis und Mitgefühl beizutragen. Konflikte können uns viel Kraft, Energie, Seelenfrieden und schöne Momente kosten, doch das muss nicht so sein. Was, wenn dein Konflikt eine Chance ist, für ein NEUES Miteinander? Weitere blog posts Leben & Wohnen Hallo – schön, dass du hier bist! Willkommen auf meinem Blog, dem Neuen Miteinander – einer Plattform, auf der ich Ideen und… Arbeiten & Wirtschaft Ich wünsche mir eine Welt in der Menschen auf ihr… Ich wünsche mir eine Welt in der Menschen auf ihr Herz hören Hallo, ihr lieben… Reisen & Entdecken 5 Wahrheiten, an die mich die Natur erinnert 5 Wahrheiten, an die mich die Natur erinnert Ich verbringe gerne Zeit in der Natur… Sprache & Kommunikation Mit Mediation Konflikte besser lösen oder: Ich werde Mediatorin! Mit Mediation Konflikte besser lösen oder: Ich werde Mediatorin! Konflikte sind Teil unseres Lebens. Trotzdem… Sarah Amberger E: hallo@neuesmiteinander.at Impressum │ Datenschutz

Konflikte als Chance für ein neues Miteinander

Gewitterwolke

Konflikte als Chance für ein neues Miteinander „Was verbindet ihr mit dem Begriff ‚Konflikt‘?“ – So lautete eine Frage an uns TeilnehmerInnen in einem Seminar meiner Mediationsausbildung. Wir nannten die Verbindungen, die uns in den Sinn kamen und stellten danach fest, es waren hauptsächlich negative Assoziationen, die der Begriff Konflikt in uns hervor rief. Muss das so sein? Oder können Konflikte nicht auch – wenn es einem gelingt sich ihnen zu stellen – eine positive Wirkung haben? Konflikte als „reinigendes Gewitter“ Durch die Ausbildung zur Mediatorin – mehr dazu hier – beobachte ich mich nun selbst viel bewusster dabei, wie ich mit Konflikten umgehe. Ich gehöre definitiv zu der Menschengruppe, die Konflikten so weit wie möglich aus dem Weg geht. Lange Zeit konnte man mich guten Gewissens als „konfliktscheu“ bezeichnen. Klingt vielleicht ein bisschen paradox, dass ich dann eine Ausbildung zur Konfliktmanagerin mache. Dadurch aber lerne ich mich bewusst dem Thema zu stellen. Und in den eigenen Schatten liegen bekannterweise oft die größten Geschenke, die es zu bergen gilt. So bin ich mittlerweile der Meinung, dass ein harmonisches Miteinander wohl nur durch gelegentliche Konflikte möglich ist. Konflikte per se sind nichts Schlechtes, sondern bieten viele Chancen. Sie können ein „reinigendes Gewitter“ sein. Sie können auch die Chance bieten sich selbst und das Gegenüber besser kennen zu lernen, Missverständnisse aus dem Weg zu räumen und uns im besten Fall erkennen lassen, wo das Gemeinsame und Verbindende zwischen uns Menschen liegt. Wie wir mit Konflikten umgehen, kann Nähe entstehen lassen oder verhindern Wir sind es allerdings eher gewöhnt uns im Streit gegenseitig zu beschimpfen und dann die andere Person als Idioten abzutun, als sich mit den Sichtweisen und Bedürfnissen der anderen Person auseinanderzusetzen und tiefer zu blicken. Die andere Variante ist gar nichts zu sagen, wodurch wir letztlich auch Nähe verhindern. Die unausgesprochenen Worte bauen eine Mauer und falls sich zu viel anstaut, explodieren wir bei einem verhältnismäßig kleinen Anlass . Der Gedanke, dass gerade wenn einem an einer Beziehung etwas liegt, es ein Vertrauensbeweis ist Konflikte und Gefühle offen anzusprechen, hat mir geholfen meine persönliche Einstellung gegenüber Konflikten zu verändern. Es gibt viele Möglichkeiten anders mit Konflikten umzugehen. Durch achtsamere Kommunikation lassen sich viele Konflikte im Vorhinein verhindern und wenn sie doch entstehen, gibt es Werkzeuge sie in einem wertschätzenden Umgang miteiander zu lösen. Im besten Fall haben wir dann gemeinsam neue Lösungen gefunden und ein tieferes Verständnis für die andere Person erlangt. Eine große Chance liegt bei Konflikten, gerade auch in Partnerschaften und Freundschaften darin, sich näher zu kommen und ein Stück besser kennen zu lernen. Indem wir die Bedürfnisse der anderen Person kennen lernen, erfahren wir was ihr wichtig ist. Wir lernen Verletzlichkeiten kennen und dürfen so einen Blick hinter eine der vielen Schichten werfen, die wir Menschen in unserem Alltag tragen. Vielleicht wollen wir das auch gar nicht, aber ich finde es unglaublich bereichernd mir darüber bewusst zu sein, dass ich durch Konflikte einerseits mich selbst und auch andere Personen besser kennen lernen kann. In unserer Erziehung und unserer Gesellschaft lernen wir meist nicht fruchtbringend mit Konflikten umzugehen. Als Mädchen und Frauen werden wir selten ermutigt unserer Wut Ausdruck zu verleihen. Wir werden schnell als Zicke oder kompliziert abgestempelt, wenn wir wütend werden und aufzeigen, was aus unserer Sicht nicht gut funktioniert. Männer wiederrum können oft nur ihrer Wut Ausdruck verleihen und es ist schwierig für sie andere Gefühle in Konflikten zu zeigen. Hier kann noch sehr viel verbessert werden, um uns allen mehr Raum für Echtheit und Menschlichkeit zu geben und das ganze Spektrum der Gefühle, die das Leben bietet, zuzulassen. Wie gehst du mit Konflikten um? Im Zuge der Mediations-Ausbildung haben wir viele Anregungen bekommen, um unser eigenes Konfliktverhalten zu reflektieren, zum Beispiel mit folgenden Fragen: Wie gehe ich normalerweise mit Konflikten um? Welche Konflikte haben mich geprägt und beeinflusst? Was wäre ohne diesen Konflikten vielleicht anders verlaufen? Und wie ist es bei dir? Was bedeuten Konflikt und Streit für dich? Kannst du es als Chance sehen oder gehst du ihnen wenn möglich aus dem Weg? Ich freue mich auf deine Antwort in den Kommentaren :-). WER SCHREIBT? Hallo, ich bin Sarah. Mein großer Wunsch ist es durch meine Arbeit als Mediatorin zu einer friedlicheren Welt mit größerem gegenseitigen Verständnis und Mitgefühl beizutragen. Konflikte können uns viel Kraft, Energie, Seelenfrieden und schöne Momente kosten, doch das muss nicht so sein. Was, wenn dein Konflikt eine Chance ist, für ein NEUES Miteinander? Weitere blog posts Leben & Wohnen Hallo – schön, dass du hier bist! Willkommen auf meinem Blog, dem Neuen Miteinander – einer Plattform, auf der ich Ideen und… Arbeiten & Wirtschaft Ich wünsche mir eine Welt in der Menschen auf ihr… Ich wünsche mir eine Welt in der Menschen auf ihr Herz hören Hallo, ihr lieben… Reisen & Entdecken 5 Wahrheiten, an die mich die Natur erinnert 5 Wahrheiten, an die mich die Natur erinnert Ich verbringe gerne Zeit in der Natur… Sprache & Kommunikation Mit Mediation Konflikte besser lösen oder: Ich werde Mediatorin! Mit Mediation Konflikte besser lösen oder: Ich werde Mediatorin! Konflikte sind Teil unseres Lebens. Trotzdem… Sarah Amberger E: hallo@neuesmiteinander.at Impressum │ Datenschutz

So verhältst du dich richtig, wenn du Meeresschildkrötenbabies am Strand begegnest

Schildrkötenbaby auf dem Weg ins Meer

So verhältst du dich richtig, wenn du Meeresschildkröten babies am Strand begegnest Meereschildkröten sind sehr empfindsame Wesen. Die Weibchen kehren, wenn sie geschlechtsreif sind, an ihren Geburtsstrand zurück, um dort ihre Eier zu legen. Da die Strände zunehmend mit Hotels bebaut werden und auch die Lärm- und Lichtverschmutzung durch Restaurants und Hotels zunehmen, ist es schwierig für Meeresschildkröten ungestörte Plätze zu finden. Es kann also gut sein, dass ihr auf eurem nächsten Kreta-Urlaub auch einer Meeresschildkröte oder ihren Nachkommen über den Weg läuft. Hier habe ich euch die wichtigsten Punkte zusammengefasst, wie man sich dabei richtig verhält: Keine Taschenlampe und keinen Blitz verwendenSchildkrötenbabies haben nach dem Schlüpfen sehr empfindliche Augen, die noch nicht an die Helligkeit gewöhnt sind. Deshalb nie mit der Taschenlampe anleuchten oder beim Fotografieren den Blitz verwenden. Wenn ihr den Schildkrötenbabies bei Tag begegnet, könnt ihr ihnen mit den Händen Schatten spenden. Schildkröten nicht zum Wasser tragen.Der Weg den die Schildkröten von ihrem Nest zum Meer zurücklegen müssen, ist wichtig, damit sie ihre Muskeln und Lungen trainieren und sich so für das Meer vorbereiten. Außerdem brauchen sie die Zeit um sich den Strand gut einprägen können und später wieder hierher zurück zu finden. Nicht mit Wasser begießen.Die Schildkröten denken sonst, dass sie bereits im Meer angekommen sind und bewegen sich nicht mehr weiter bzw. fangen an zu schwimmen. Nicht angreifen oder hochhebenAm besten einfach ihr lässt die Schildkröten einfach ungestört ihren Weg Richtung Meer gehen. Nicht ins Meer folgenRuhe und Ungestörtheit ist wichtig für die kleinen Schildkröten   Wenn man auf den griechischen Inseln (zB. auf Kreta oder Zakynthos) ein Nest oder Schildkrötenbabies entdeckt, kann man der Organisation Archelon Bescheid geben. Sie kümmern sich um den Schutz der Meeresschildkröten. Wenn ihr wissen möchtet, wie mein Erlebnis mit den Meeresschildkröten war, könnt ihr das hier lesen. WER SCHREIBT? Hallo, ich bin Sarah. Mein großer Wunsch ist es durch meine Arbeit als Mediatorin zu einer friedlicheren Welt mit größerem gegenseitigen Verständnis und Mitgefühl beizutragen. Konflikte können uns viel Kraft, Energie, Seelenfrieden und schöne Momente kosten, doch das muss nicht so sein. Was, wenn dein Konflikt eine Chance ist, für ein NEUES Miteinander? Weitere blog posts Leben & Wohnen Hallo – schön, dass du hier bist! Willkommen auf meinem Blog, dem Neuen Miteinander – einer Plattform, auf der ich Ideen und… Arbeiten & Wirtschaft Ich wünsche mir eine Welt in der Menschen auf ihr… Ich wünsche mir eine Welt in der Menschen auf ihr Herz hören Hallo, ihr lieben… Reisen & Entdecken 5 Wahrheiten, an die mich die Natur erinnert 5 Wahrheiten, an die mich die Natur erinnert Ich verbringe gerne Zeit in der Natur… Sprache & Kommunikation Mit Mediation Konflikte besser lösen oder: Ich werde Mediatorin! Mit Mediation Konflikte besser lösen oder: Ich werde Mediatorin! Konflikte sind Teil unseres Lebens. Trotzdem… Sarah Amberger E: hallo@neuesmiteinander.at Impressum │ Datenschutz

Meeresschildkrötenbabies auf Kreta beobachten – ein berührendes Erlebnis

gruene Meeresschildkrötenschlüpfling

Meeresschildkröten babies auf Kreta beobachten – ein berührendes Erlebnis Während meines letzten Urlaubs habe ich ein wunderschönes, berührendes Erlebnis gehabt: Ich habe frisch geschlüpften Meeresschildkröten dabei zugesehen, wie sie das erste Mal ihren Weg ins Meer gehen. Da ich wusste, dass es auf Kreta einige Strände gibt, an denen Meeresschildkröten ihre Eier legen, habe ich an jedem Strand nach Schildkrötennestern Ausschau gehalten. Eine griechische Organisation namens Archelon hat sich hier dem Schutz der Meeresschildkröten verschrieben. Die Freiwilligen, die bei Archelon arbeiten, schützen die Meeeresschildkötennester mit speziellen Gerüsten, leisten viel Aufklärungsarbeit bei der Bevölkerung und den TouristInnen und pflegen auch kranke oder verletzte Tiere in einem eigenen Rescue Center.  Am Red Beach bei Matala habe ich das erste Schildkrötennest entdeckt. Das hat mich motiviert und ich habe im Internet nach weiteren Infos zu Meeresschildkröten auf Kreta gesucht. Schließlich bin ich fündig geworden: Für den nächsten Tag war an einem Strand in unserer Nähe eine öffentliche Ausgrabung eines Schildkrötennestes („Excavation“ genannt) geplant. Was für ein Glück! Die Freude war groß, als die ersten Schlüpflinge zum Vorschein kamen. Also sind wir am nächsten Tag nach Kalamaki (Messara Bay im Süden Kretas) gefahren, ohne genau zu wissen, was uns eigentlich bei einer Excavation erwartet. Am Strand habe ich gleich drei Schildkrötennester entdeckt. Bei einem der Nester fanden sich nach und nach mehr interessierte Menschen und die freiwilligen HelferInnen von Archelon ein. Die Freiwilligen, hauptsächlich junge Frauen Anfang 20, trugen alle blaue T-Shirts mit der Aufschrift „Ask me about sea turtles“. Die grüne Meeresschildkröte – ein seltener Anblick an Kretas Stränden Sie erklärten uns, dass es sich bei diesem Nest um das erste dokumentierte Nest einer grünen Meeresschildkröte (lat. Chelonia Mydas) handelt. Eine Besonderheit also. Normalerweise legen an Kretas Stränden nur die Schildkrötenweibchen der Gattung Caretta Caretta ihre Eier ab. Entweder hatte sich das Schildkrötenweibchen also verschwommen, oder es haben hier früher tatsächlich auch grüne Meeresschildkröten genestet. Die grüne Schildkröte ist übrigens zuerst eine Allesfresserin und wird im Laufe ihres Lebens zur Vegetarierin. Sehr sympathisch, finde ich ;-). Zehn bis zwölf Tage nachdem die Schildkrötenbabies geschlüpft sind, graben die HelferInnen von Archelon die dokumentierten Nester aus. So können sie wissenschaftlich erfassen, in welchem Zustand sich der Bestand der Meeresschildkröten befindet. Es wird genau dokumentiert wie viele Eier gelegt wurden, wieviele geschlüpft sind und ob diejenigen, die nicht geschlüpft sind, fehlentwickelt waren. Lebende Schildkröten bei einer Ausgrabung zu sehen, ist eher unwahrscheinlich. Entweder die Schildkrötenbabies waren stark genug und sind bereits aus eigenen Kräften geschlüpft, oder die Eier haben sich nicht weit genug entwickelt. Ganz alleine ab ins Meer Die Freiwilligen versuchten also gleich zu Beginn die Hoffnung der Zusehenden auf Schildkrötenbabies zu dämpfen. Um so größer war die Freude, als nach ein, zwei toten Schildkröten tatsächlich lebendige Schildkröten aus dem Sand hervorkamen! Die kleinen Schildkröten – auch Schlüfplinge genannt – wurden sofort in Startposition Richtung Meer gelegt. Jeweils eine Freiwillige von Archelon spendete ihr mit ihrem Körper Schatten. Normalerweise schlüpfen die Kleinen in der Nacht und lassen sich vom Mondlicht, das sich im Meer spiegelt, zum Meer leiten. Deshalb sind ihre Augen direkt nach dem Schlüpfen sehr empfindlich. Kleiner Schlüpfling auf dem Weg zum Meer. Die freiwillige Helferin schützt das Schildkrötenbaby vor der Sonne. Den Weg vom Nest hinunter zum Meer mussten die Schilkrötenbabies aus eigener Kraft zurücklegen. Am liebsten hätte ich ihnen geholfen und sie zum Wasser getragen. Doch der Weg ist wichtig, damit sie ihre Muskeln und Lungen für das Leben im Meer trainieren. Die Schildkrötenbabies müssen bereit für das Meer sein, erklärte uns ein Freiwilliger, dass sei sehr wichtig. Ein weiterer Grund warum man sie nicht zum Wasser tragen soll. Wie man sich richtig verhält, wenn man einer Meereschildkröte, ihrem Nest oder ihren Babies begegnet, habe ich hier für euch aufgeschrieben. Eine von 1.000 Meeresschildkröten kehrt zurück, um Eier zu legen Fünf bis sieben Schlüpflinge – ich habe nicht alle beobachten können – wurden aus dem Schildkrötennest geholt. Eine weitere Besonderheit, und wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass relativ viele Nachzügler dabei waren, ist dass das Schildkrötennest von den Freilwilligen verlegt wurde. Die Schildkrötenmama hatte sich nämlich direkt beim Beachvolleyball-Feld zum Eierlegen niedergelassen. Als die Freiwilligen davon erfuhren, war klar, dass das Nest verlegt werden muss, da die Eier zu wenig Schutz und Ruhe gehabt hätten. Das Verlegen eines Nestes ist eine sehr heikle Angelegenheit. Jede Bewegung kann auch Schaden bei den befruchteten Eiern anrichten. Außerdem entwickeln sich die Geschlechter der Schildkröten erst im Laufe der Zeit und zwar abhängig von der Temperatur: Die oberen, wärmeren Eier werden zu Weibchen, die unteren zu Männchen. Man muss beim Umsiedeln also auch sehr darauf achten, nicht in diese Ordnung einzugreifen. Insgesamt werden pro Jahr ca. 100 Nester auf Kreta gezählt, davon 50 allein auf der Südküste. Bis in den Oktober hinein hat man die Chance Schildkrötennester und kleine Schildkrötenbabies zu sehen. Alle Meeresschildkröten sind aktuell vom Aussterben bedroht. Umweltverschmutzung, aber auch die Licht- und Lärmverschmutzung an den Stränden macht ihnen das Leben schwer. Dazu kommt, dass sie erst relativ spät, mit ca. 18 -20 Jahren geschlechtsreif werden. Ca. alle drei Jahre kommen sie dann an ihren Geburtsstrand zurück, um dort ihre Eier abzulegen. In den 20 Jahren bis die Schildkröten fortpflanzungsfähig sind, kann viel passieren. Warum mich die Schildkröten-Schlüpflinge so berührt haben Die Schildkröten dabei zu beobachten, wie sie durch den Sand zum Meer krabbeln hat mich sehr berührt. Jede hatte ihr eigenes Tempo, manche waren sehr zielstrebig und schnell und andere brauchten mehr Verschnaufspausen. Einen Schlüpfling haben die Freiwiligen sogar wieder im Sand eingegraben, er war noch zu schwach. Das kommt öfter vor und sehr oft schaffen es auch diese noch ins Meer. Sie brauchen einfach ein bisschen mehr Zeit. Mich fasziniert, wie sie instinktiv wissen, dass sie zum Meer gehen müssen, obwohl sie doch gerade erst geschlüpft und auch ganz auf sich allein gestellt sind. Wenn sie bereit sind, krabbeln sie bis zum Meer bis – schwupps – die Welle kommt und die kleinen Zwutschgerl mitnimmt. Dann müssen sich die Schlüpflinge ganz allein im großen Meer zurechtfinden. Wie sie dann nach